Regen verlegt Klassik am Weberplatz in Friedrichskirche und begeistert Besucher
Trotz starken Regens wurde das Foxtrott‑Konzert vom Wochenende 2.–5. Juli in die barocke Friedrichskirche verlegt und begeisterte das Publikum mit klassischer Musik und Tanz
Das Wochenende vom 2. bis 5. Juli 2026 verwandelte den Weberplatz in Potsdam erneut in eine Bühne für klassische Musik, Film und Tanz – ein abwechslungsreiches Angebot, das Besucher trotz Regen begeistert hat.
Hintergrund des Festivals
Seit seiner Gründung im Jahr 2009 ist Klassik am Weberplatz ein jährliches Open‑Air‑Festival, das rund 2 000 Besucher aus der Region anzieht. Initiiert wurde das Ereignis vom Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam, dessen künstlerischer Leiter seit 1998 Prof. Dr. Knut Andreas ist. Unter seiner Führung hat sich das Festival zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens im Weberviertel entwickelt.
Programm im Überblick
Der Auftakt am Donnerstag fand im Thalia‑Kino statt, wo der Filmklassiker „Shall We Dance“ (1937) mit Fred Astaire und Ginger Rogers gezeigt wurde. Die Filmmusik stammt von George und Ira Gershwin und bildete einen schwungvollen Einstieg in das Wochenende.
Am Freitag präsentierten die Kammersolisten Berlin ein abwechslungsreiches Repertoire von Barock bis Spätromantik. Die 2015 gegründete Gruppe besteht aus herausragenden Solist:innen der Berliner Großorchester und bot den Zuhörern ein hochwertiges Klangbild.
Der Samstag sollte ursprünglich eine Foxtrott‑Tanznacht auf dem Weberplatz stattfinden. Starker Regen zwang die Organisatoren jedoch, das Konzert in die nahegelegene Friedrichskirche zu verlegen. Trotz des Wetters wagten einige Besucher ein Tänzchen im Regen, während die Musik über Lautsprecher nach draußen übertragen wurde.
Am Sonntag stand das Kinder‑Musical „Die klingenden Siebenmeilenstiefel“ auf dem Programm. Erzählerin Cora Lux führte die jungen Gäste durch das musikalische Märchen, während die künstlerische Leitung von Daniela Kohnen übernommen wurde. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Johann Sebastian Bach.
Ausweichort Friedrichskirche
Die Friedrichskirche in Babelsberg, ein barocker achteckiger Bau aus den Jahren 1752/53, bot bei Regen einen geeigneten Ersatzort. Die Kirche fasst etwa 300 Besucher und verfügt über eine erhöhte Balustrade, die während des ausverkauften Konzerts zusätzlich genutzt wurde. Die historische Atmosphäre der Kirche verlieh der Foxtrott‑Tanznacht einen besonderen Charme.
Trotz des unbeständigen Wetters gelang es dem Havelblatt‑Team, das gesamte Programm zu realisieren und den Besuchern ein unvergessliches Musikerlebnis zu bieten. Weitere Bilder des Wochenendes können in der Fotogalerie eingesehen werden.