Potsdam Orcas II holen fünften Ostpokal und werden Vizemeister der Liga Ost
Die zweite Mannschaft der Potsdam Orcas sichert sich den fünften Ostpokal in Folge und beendet die Saison als Vizemeister der Wasserball-Liga Ost
Mit zwei souveränen Heimsiegen hat die zweite Mannschaft der Potsdam Orcas die Saison 2025/26 in der Wasserball-Liga Ost erfolgreich abgeschlossen. Im Sportpark Luftschiffhafen setzte sich das Team am letzten Wochenende zunächst mit 24:11 gegen den SWV TUR Dresden durch, ehe am Sonntag ein 15:9-Erfolg gegen den SV Zwickau von 1904 folgte. Damit beendet die Mannschaft die Spielzeit mit 37 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich drei Zähler fehlten am Ende auf den neuen Meister ASC Brandenburg. Nach drei Meisterschaften in Folge verpassten die Orcas damit zwar knapp den vierten Titel in Serie, dennoch fällt das Saisonfazit durchweg positiv aus.
Fünfter Pokalsieg in Folge
Denn nur eine Woche zuvor hatten die Potsdamer im Finale des Ostdeutschen Wasserballpokals ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem eindrucksvollen 24:11-Erfolg beim ASC Brandenburg sicherte sich die Mannschaft bereits zum fünften Mal in Folge den Pokalsieg im Osten – eine Serie, die seit 2022 ununterbrochen läuft. Das Finale wurde im heimischen Sportbad blu ausgetragen, wo die Orcas insbesondere durch ihre geschlossene Teamleistung überzeugten. Ein starker Rückhalt war dabei Torhüter Max Rössel, der mit zahlreichen Paraden maßgeblichen Anteil am deutlichen Finalsieg hatte. Besonders auffällig war die Jugendlichkeit des Kaders: Das Team hatte im Durchschnitt nur 17 Jahre. Als erfahrener Anker und WM-Teilnehmer fungierte dabei der 39-jährige Kapitän Erik Miers, der als Mentor für die jungen Talente wirkte.
Rekordtempo und personelle Breite
Insgesamt kamen in den 16 Saisonspielen 29 Spieler für die Potsdamer zum Einsatz – ein Beleg für die große personelle Breite und den Fokus auf Jugendentwicklung im Verein. Die meisten Partien absolvierten Michael Vorogushyn und Jonas Große, die jeweils in 15 Begegnungen aufliefen. Gleichzeitig waren beide auch die erfolgreichsten Torschützen des Teams. Vorogushyn erzielte 32 Treffer und führte damit die interne Torjägerliste vor Große (29 Tore) an. Es folgen Fabian Liedtke (27 Tore in 12 Spielen), Elias Göthke (25 Tore in 7 Spielen), Noah Zellmer (25 Tore in 12 Spielen), Marian Kob (24 Tore in 6 Spielen), Mason Irving (24 Tore in 10 Spielen) sowie Bennet Grandke (20 Tore in 9 Spielen).
Für einen besonderen Meilenstein sorgte Elias Göthke bereits einige Wochen zuvor beim Auswärtsspiel gegen die SG Neukölln II. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 11:14 erzielte er sein 100. Tor in der Wasserball-Liga Ost. Für diese Marke benötigte der 18-Jährige lediglich 28 Spiele und ist damit erst der fünfte Spieler der Potsdamer Ligageschichte, der die Marke von 100 Treffern erreichte. In der ewigen Torschützenliste reiht sich Göthke hinter Erik Miers (337 Tore in 148 Spielen), Gregor Karstedt (153 Tore in 134 Spielen), Tommy Jeschull (143 Tore in 116 Spielen) und Tobias Lentz (127 Tore in 55 Spielen) auf Rang fünf ein.
Aufstieg verpasst, Blick nach vorne
Der Meister ASC Brandenburg verpasste den Aufstieg beim Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga in Nürnberg als Fünftplatzierter am vergangenen Wochenende deutlich. Das Turnier fand vom 26. bis 28. Juni statt. „Wir haben dem ASC Brandenburg fest die Daumen gedrückt. Es wäre für den Wasserballsport im Land Brandenburg ein großer Gewinn gewesen, einen Vertreter in der 2. Bundesliga zu haben. Schade, dass es diesmal nicht geklappt hat. Wir hoffen sehr, dass Brandenburg im kommenden Jahr einen neuen Anlauf nimmt und den Aufstieg dann schafft“, sagt der sportliche Leiter der Potsdam Orcas, André Laube. Laube, der zudem als Lehrertrainer an der Sportschule Potsdam Friedrich-Ludwig-Jahn arbeitet, blickt auf eine erneut tolle Saison zurück, in der vor allem wieder viele junge Spieler wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.