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Potsdam Museum gedenkt am 200. Geburtstag des Freiheitskämpfers Max Dortu mit Film und Diskussion.

Das Potsdam Museum gedenkt am 29. Juni des 200. Geburtstags von Max Dortu mit einer Filmvorführung und einer anschließenden Diskussion. Der 1826 in Potsdam geborene preußische Offizier, der 1849 bei der Badischen Revolution standrechtlich erschossen wurde, steht im Mittelpunkt der DEFA-Produktion „Max Dortu oder Nur die Toten kehren nicht zurück" aus dem Jahr 1976.

Am Montag, den 29. Juni, würde Max Dortu 200 Jahre alt werden. Zu diesem Anlass lädt das Potsdam Museum ab 18 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ein, die mit der Vorführung des Films „Max Dortu oder Nur die Toten kehren nicht zurück" beginnt. Diese DEFA-Produktion aus dem Jahr 1976, die unter der Regie von Rainer Bär entstand, verbindet das Leben des Revolutionärs mit den Geschehnissen der Revolution von 1848/49 und gilt als eine der letzten großen historischen Produktionen der DDR.

Zur Einführung erläutert der Historiker Dr. Heiner Bröckermann die historische Persönlichkeit Dortus sowie die revolutionären Bewegungen jener Zeit. Der 1826 in Potsdam geborene preußische Offizier verbrachte seine Jugend in der Stadt, bevor er sich der Badischen Revolution anschloss. Sein Schicksal endete tragisch, als er am 17. Juli 1849 in Rastatt standrechtlich erschossen wurde, ein Ereignis, das den Wendepunkt der Niederschlagung der Revolution markierte. Im Anschluss an den Film sprechen Ute Meesmann vom Museum und Tobias Büloff von der städtischen Erinnerungskultur über die anhaltende Bedeutung Dortus für die heutige Stadtgesellschaft.

Werte und Erinnerungskultur

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betont, dass die Landeshauptstadt an einen bedeutenden Sohn ihrer Stadt erinnert, der für Freiheit, Demokratie, Toleranz und ein respektvolles Miteinander kämpfte. Diese Werte prägen auch heute das Zusammenleben und bilden das Fundament der Stadtgesellschaft. Ihr Lebensweg erinnere daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, sondern immer wieder neu gelebt und verteidigt werden müsse. Die Landeshauptstadt setzt sich seit Jahren für eine aktive Erinnerungskultur ein, in der solche historischen Persönlichkeiten eine zentrale Rolle spielen.

Weitere Termine und Auszeichnungen

Die Veranstaltung bildet den Auftakt für weitere Termine im Jubiläumsjahr. Am 31. Juli, dem Todestag Dortus, findet ab 17 Uhr ein Gedenken an seinem Geburtshaus in der Friedrich-Ebert-Straße statt. Ergänzt wird dies durch eine szenische Lesung mit Texten der 1848er-Revolution im Rokokosaal der heutigen Dortuschule, die seit 1954 den Namen des Revolutionärs trägt. Im Herbst wird zudem erneut der Max-Dortu-Preis für Zivilcourage und gelebte Demokratie verliehen, der seit 1999 Bürger ehrt, die sich durch besonderes Engagement für die Demokratie hervorgetan haben.