Zur Übersicht

Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts nach Messerangriff in Haldensleben

Am Freitagabend eskalierte ein Streit zwischen einem 60-jährigen Mann aus dem Irak und einem 48-jährigen Syrer in der Haldensleber Innenstadt zu einem Messerangriff. Der 48-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt und notoperiert, während der Tatverdächtige noch am Tatort festgenommen wurde. Die Polizeiinspektion Magdeburg ermittelt nun wegen versuchten Tötungsdelikts und bittet Zeugen um Hinweise.

Am Freitagabend, dem 26. Juni 2026, geriet ein Streit in der Innenstadt von Haldensleben zu einem dramatischen Vorfall, der mit einer lebensgefährlichen Verletzung endete. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Magdeburg waren ein 60-jähriger Mann aus dem Irak und ein 48-jähriger Syrer aneinandergeraten. Die genauen Hintergründe des Konflikts sind bislang ungeklärt und werden nun intensiv untersucht.

Der Konflikt eskalierte, als sich der 48-Jährige in ein Verkaufsgeschäft am Marktplatz flüchtete. Dort soll der 60-Jährige mit einem messerähnlichen Gegenstand auf das Opfer eingewirkt haben. Der schwer verletzte Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Auch der 60-jährige Tatverdächtige erlitt bei dem Vorfall leichte Verletzungen.

Festnahme und Ermittlungen

Alarmierte Polizeikräfte konnten den Beschuldigten noch unmittelbar am Tatort vorläufig festnehmen. An dem umfangreichen Einsatz waren neben Kräften verschiedener Dienststellen der Polizeiinspektion Magdeburg auch Beamte der Polizeiinspektion Zentrale Dienste sowie des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt beteiligt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Sobald die Tatbestandsmerkmale erfüllt sind, drohen dem Verdächtigen hohe Haftstrafen.

Die Identität der Tatwaffe sowie die genaue Ursache des Streits sind noch Gegenstand der polizeilichen Nachforschungen. Da der Angriff in einem zentralen Fußgängerbereich stattfand, bestand für unbeteiligte Dritte eine erhebliche Gefahr. Drei anwesende Zeugen erlitten infolge des Anschlags einen Schock. Für diese betroffenen Personen wurde durch das Opferhilfeprojekt des Landkreises Börde eine seelsorgerische Betreuung organisiert.

Suche nach Zeugen

Die Polizei richtet ein Hinweisportal ein, um weitere Informationen zu sammeln. Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, ihre Beobachtungen sowie mögliche Beweise über das eingerichtete Hinweisportal der Kriminalpolizei zu übermitteln. Die Ermittler hoffen auf Zeugenaussagen, die den Tathergang weiter aufklären könnten.