Ministerpräsident Woidke eröffnet 23. Brandenburger Sommerabend mit Rolls‑Royce und Tesla in Potsdam
Ministerpräsident Dietmar Woidke eröffnete den 23. Brandenburger Sommerabend im Potsdamer Luftschiffhafen, wo rund 3 000 Gäste die neuesten Projekte von Rolls‑Royce und Tesla kennenlernten
Am 30. Juni 2026 verwandelte der Sportpark Luftschiffhafen in Potsdam das traditionelle Brandenburger Sommerabend‑Format in eine lebendige Networking‑Arena, in der rund 3 000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft zusammenkamen. Das milde Wetter ohne Regen bot ideale Bedingungen für Gespräche, Ideen und neue Partnerschaften.
Veranstaltung und Gäste
Die Eröffnungsrede wurde von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Carsten Christ, Präsident des WirtschaftsForum Brandenburg, gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Martina Klement gehalten. Neben hochrangigen Politikerinnen und Politikern waren mehrere Botschafter anwesend, darunter der litauische Botschafter und ein Vertreter der britischen Botschaft. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und zukünftige Projekte zu diskutieren.
Wirtschaftliche Akteure
Im Fokus des Abends standen internationale Unternehmen, die in Brandenburg aktiv sind. Das Triebwerkswerk von Rolls‑Royce in Dahlewitz, das rund 2 500 Beschäftigte beschäftigt und ein eigenes KI‑Forschungszentrum betreibt, präsentierte seine neuesten Entwicklungen. Auch die Tesla‑Gigafactory Berlin‑Brandenburg in Grünheide, das erste europäische Werk des US‑Herstellers, wurde hervorgehoben. Weitere Aussteller aus Brandenburg zeigten ihre Innovationen. Die Bürgschaftsbank Brandenburg übernahm erneut die Schirmherrschaft der „Landmarks“ und setzte damit ein sichtbares Zeichen für die Förderung unternehmerischer Ideen.
Landwirtschaftliche Innovationen
Ein neues Highlight war das LandGut‑Quartier, das von Ministerin Hanka Mittelstädt für Land‑ und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eröffnet wurde. Dort wurden die Kompetenzen der Brandenburger Landwirtschaft präsentiert: Ein außeruniversitäres Forschungsinstitut stellte aktuelle Erkenntnisse zur Binnenfischerei und zur traditionsreichen Karpfenteichwirtschaft der Lausitz vor, während Winzer der Lausitz ihre Weine präsentierten. Mehrere Gastronomen und Genusshandwerker bereiteten in der Brandenburger Genussstraße vor Ort kleine Köstlichkeiten zu, und moderne Landtechnik wurde ausgestellt.
Kultur und Ausklang
Der musikalische Abschluss des Abends wurde von der Band Keimzeit gestaltet. Mit ihrem zeitlosen Klassiker „Kling Klang“ schufen sie eine mitreißende Atmosphäre, in der das Publikum gemeinsam sang und tanzte. Die Darbietung unterstrich die enge Verknüpfung von Wirtschaft und Kultur, die den Sommerabend ausmacht.
Historischer Kontext
Der Brandenburger Sommerabend existiert seit 1999 und hat sich im Laufe der Jahre zu einem zentralen Netzwerk‑Event des Landes entwickelt. Nachdem die Veranstaltung 2025 erstmals am Luftschiffhafen stattfand, hat sich der Standort als ideale Plattform für den Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Innovatoren etabliert. Carsten Christ, seit 2024 Präsident des WirtschaftsForum Brandenburg und zugleich IHK‑Ostbrandenburg‑Präsident, prägt das Format maßgeblich durch seine Erfahrung im regionalen Wirtschaftsdialog. Ministerpräsident Woidke betonte in seiner Rede, dass Brandenburg heute das dynamischste Bundesland sei und durch internationale Unternehmen sowie innovative Landwirtschaftsprojekte weiter an Bedeutung gewinne. Der Abend legte erneut den Grundstein für zahlreiche zukünftige Kooperationen und unterstrich Brandenburgs Rolle als Schnittstelle zwischen lokaler Stärke und globaler Vernetzung.
Quelle: Havelblatt