Max Lehmann wird Erntekönig beim Hahnrupfen in Burg

Der 18-jährige Fleischer-Azubi Max Lehmann wurde beim 133. Hahnrupfen in Burg im Spreewald zum Erntekönig gekürt

Max Lehmann wird Erntekönig beim Hahnrupfen in Burg
Symbolfoto · Foto: Lily Banse / Unsplash

Am vergangenen Sonntag, dem 26. Juli, feierte Burg im Spreewald das traditionelle Hahnrupfen. Beim 133. Mal dieses sorbisch-wendischen Brauches konnte sich der 18-jährige Fleischer-Azubi Max Lehmann durchsetzen. Er wurde zum Erntekönig gekürt, nachdem er vom Pferd aus den Kopf des toten Hahns ergriffen hatte.

Der Wettkampf ist dabei ein fester Bestandteil der lokalen Kultur. Die Teilnehmer reiten auf Pferden durch eine Pforte, die mit Eichenlaub geschmückt ist. An der Querstange hängt ein getöteter Hahn kopfüber. Wer es schafft, dem Tier den Kopf abzureißen, gewinnt als Erster.

Für Max Lehmann war der Sieg ein persönlicher Erfolg. Er zeigte sich beim Wettbewerb in Form.

Der Wettkampf und die Preise

Nicht nur der Kopf des Hahns ist das Ziel des Wettbewerbs. Auch diejenigen, denen es gelingt, die Flügel zu erwischen, werden geehrt. Sie sind der zweite und dritte Erntekönig. Die drei Sieger werden mit Ehrenkränzen aus Eichenlaub für Reiter und Pferd belohnt.

Begleitet wird das Brauchtum oft von Tanz und Gesang der Mädchen in Tracht. Aus ihrem Kreis müssen die Sieger ihre Königin ergreifen. Vor dem eigentlichen Wettkampf fand am Samstagabend, dem 25. Juli, um 19:00 Uhr der traditionelle Reiterball statt.

Tradition und Organisation

Der Brauch wird von der Burger Jugend organisiert. Damit werden Traditionen fortgeführt, die von Eltern und Großeltern weitergegeben wurden. Das Hahnrupfen in Burg gilt als einer der ältesten noch gepflegten sorbisch-wendischen Erntebräuche in der Region und wird seit etwa 1893 gefeiert.

Das Hahnrupfen in Burg zählt zu mehreren lokalen Wettbewerben dieser Art. In einigen Dörfern der Niederlausitz, wie etwa Werben oder Müschen, wird der Erntebrauch ebenfalls gepflegt. Teilweise wird er dort in abgewandelter Form durchgeführt, anstelle der Pferde werden Wannen oder Fahrräder benutzt.

Überregionale Wettbewerbe

Für Max Lehmann ist dieser Wettbewerbsteil vorerst beendet. Ende September steht dann in einem weiteren Wettbewerb, dem sogenannten „Superkokot“, ein überregionaler Sieger zur Wahl. Hier wird gekürt, wer den überregionalen Titel gewinnt.