Markus Klek und Christine Kromer zeigen eiszeitliche Lederbearbeitung im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg
Markus Klek und Christine Kromer zeigen bei der Archäotechnica 2026 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, wie eiszeitliche Leder‑ und Fellbearbeitung praktisch funktioniert
Die Archäotechnica 2026 öffnet am 1. und 2. August im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg ihre Tore. Unter dem diesjährigen Leitmotiv „Mode in den Jahrtausenden“ wird ein spannender Bogen von der steinzeitlichen Kleidung bis zu frühen Neuzeittrends gespannt – und das alles im historischen Rahmen des Pauliklosters.
Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster St. Pauli, das 1286 gegründet, 1547 aufgelöst und 2008 wieder als Museum eröffnet wurde. Auf rund 2 000 m² präsentiert die Dauerausstellung etwa 10 000 Artefakte, die 130 000 Jahre Kulturgeschichte der Region abbilden. Das Museum ist Veranstalter der Archäotechnica, einem jährlichen Event, das experimentelle Archäologie und handwerkliche Vorführungen in den Mittelpunkt stellt.
Veranstalter und Rahmen
Die Archäotechnica wird vom Archäologischen Landesmuseum Brandenburg organisiert und findet im Paulikloster statt, einem der besterhaltenen Backsteingotik‑Klöster der Region. Die diesjährige Ausstellung widmet sich der Entwicklung von Kleidung und Mode über mehrere Jahrtausende hinweg und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Demonstrationen. Besucher*innen können im Rahmen von Mitmachaktionen, einer kleinen Modenschau und einer kulinarischen Begleitung die Techniken der Leder‑ und Fellbearbeitung, das Färben mit Pflanzen sowie die Metallbearbeitung aus der Urzeit erleben.
Die Akteure: Markus Klek und Christine Kromer
Paläotechniker Markus Klek führt das Publikum in ein jungpaläolithisches Jägerlager. Der 1969 geborene Fachmann ist Autor des Fachbuchs Leder, Felle & Pelze selbst gerben (2. Auflage 2007) und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in experimenteller Archäologie. Nach einem neunjährigen Aufenthalt in den USA lernte er von indianischen Völkern die Hirngerbung und betreibt seitdem die Plattform palaeotechnik.eu, über die er Workshops und Vorträge zu traditionellen Gerbetechniken anbietet.
Gemeinsam mit Christine Kromer, die als Fachkraft für prähistorische Textil‑ und Modeproduktion in der Archäotechnica tätig ist, demonstriert Klek den gesamten Herstellungsprozess von der erlegten Haut bis zum fertigen Fellkleid. Dabei kommen zeittypische Werkzeuge wie Knochen‑ und Flintschaber, Knochennadeln, Ahlen und Sehnengarn zum Einsatz – ein anschaulicher Einblick in den Aufwand, der hinter prähistorischer Kleidung stand.
Programm und Besucherinfos
Am 1. und 2. August öffnen die Türen des Museums täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr. Neben den handwerklichen Vorführungen gibt es eine kleine Modenschau, in der die gefertigten Stücke präsentiert werden, sowie ein kulinarisches Angebot, das das Erlebnis abrundet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 €, ermäßigt 3,50 €; Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt, Familien zahlen 10 €. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website des Museums.
Auf Havelblatt stellen wir bis zum 27. Juli die verschiedenen Akteure der Veranstaltung vor – heute im Fokus: Markus Klek und Christine Kromer. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen, die gemeinsam mit uns eine modische Zeitreise in die Eiszeit unternehmen.