Juliane Laake und Maximilian Ehrhardt spielen Renaissance-Liebeslieder in der St. Petrikapelle

Am 12. Juli erklingen in der St. Petrikapelle Renaissance-Madrigale für Viola da Gamba und Harfe, gespielt von Juliane Laake und Maximilian Ehrhardt

Symbolfoto · Foto: Manuel Nägeli / Unsplash

Am Sonntag, 12. Juli, verwandelt sich die St. Petrikapelle am Brandenburger Dom in einen Ort der musikalischen Hingabe. Die Musiker Juliane Laake und Maximilian Ehrhardt präsentieren unter dem Titel „Von Liebe und Finsternis – Viola Appassionata“ ein Kammerkonzert, das die großen Liebeslieder des 16. Jahrhunderts neu zum Klingen bringt. Nichts hat Künstler aller Zeiten so sehr inspiriert wie die Liebe – sei es die Anbetung der Jungfrau Maria oder die Verehrung einer Schönen aus der Nachbarschaft. Diese universelle Emotion ließ auch in der Musik die großartigsten Werke entstehen, die nun in der historischen Kulisse der Burgkapelle erklingen.

Madrigale als Ausdruck der Renaissance

Musikalischer Höhepunkt dieser Hingabe war im 16. Jahrhundert das Madrigal. Diese weltlichen, mehrstimmigen Vokalkompositionen galten als die Quintessenz der Renaissance-Musik, da sie Emotionen und Textinhalte direkt und expressiv in der Musik abbildeten. Höchst kunstvoll und doch eingängig wurden einige dieser Madrigale zu wahren Schlagern ihrer Zeit. Noch fast 100 Jahre nach ihrer Entstehung verfassten Komponisten ambitionierte Bearbeitungen davon. Juliane Laake und Maximilian Ehrhardt bringen diese anrührenden Liebeslieder der Renaissance und ihre virtuosen Bearbeitungen in der einzigartigen Besetzung von Viola da Gamba und Harfe zu Klang.

Grande Dame der Viola da Gamba

Bei Juliane Laake handelt es sich um eine der führenden Figuren der Alten Musik-Szene, die von der Presse oft als „Grande Dame der Viola da Gamba“ bezeichnet wird. Sie gründete bereits 2010 das Ensemble Art d’Echo, das mit mehreren CD-Aufnahmen und Auszeichnungen aufwarten konnte. Ihr gemeinsames Album „Viola Appassionata“ aus dem Jahr 2017, das italienische Virtuosenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts für Viola da Gamba und Harfe enthält, war ein großer Erfolg. Es wurde sowohl für den International Classical Music Award (ICMA) als auch für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, was die hohe Qualität der beiden Musiker unterstreicht.

Historischer Rahmen: Die Wiege der Mark

Der Veranstaltungsort bietet einen passenden historischen Hintergrund für dieses musikalische Erlebnis. Die St. Petrikapelle am Burgweg ist der älteste erhaltene Kirchenstandort der Stadt Brandenburg an der Havel. Bereits 1136 wird eine Burgkapelle an dieser Stelle erwähnt, und im Jahr 1150 soll hier der letzte slawische Fürst Pribislaw-Heinrich bestattet worden sein. Das heutige spätgotische Zellengewölbe, das 1520 als Ersatz für ein hölzernes Tonnengewölbe errichtet wurde, bildet den architektonischen Rahmen. Heute dient die Kapelle als Winterkirche der Domgemeinde Brandenburg und lädt mit ihrer Atmosphäre zu einem besonderen kulturellen Abend ein.

Eckdaten zum Konzert

Das Konzert „Von Liebe und Finsternis – Viola Appassionata“ beginnt am Sonntag, 12. Juli, um 17 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten können über die Tickethotline unter der Nummer 030 47997474 erworben werden. Restkarten sind auch an der Abendkasse verfügbar.