Hertha BSC verpflichtet Andreas Schumacher als neuen Co-Trainer für Stefan Leitl
Hertha BSC hat mit Andreas Schumacher seinen ersten Neuzugang für die Saison 2026/27 als Co-Trainer von Stefan Leitl vorgestellt. Der 45-Jährige kommt vom 1. FC Magdeburg und schließt sich dem Team im Trainingslager in Kitzbühel an
Neuer Co-Trainer im Trainerteam
Im Trainerteam von Hertha BSC hat sich Bewegung getan, während auf dem Spielermarkt weiterhin Flaute herrscht. Der Fußball-Zweitligist hat mit Andreas Schumacher seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison 2026/27 vorgestellt. Der 45-jährige gebürtige Stuttgarter ergänzt ab sofort das Gespann um Chefcoach Stefan Leitl und Andre Mijatovic. Schumacher war zuletzt beim Liga-Konkurrenten 1. FC Magdeburg tätig und stand am Sonntag erstmals mit auf dem Trainingsplatz im österreichischen Kitzbühel.
Die Besetzung der Stelle war nicht einfach. Nach dem Abschied von Patrick Ebert, der als Co-Trainer in den Nachwuchsbereich zur U17 wechselte, und der kurzfristigen Absage des ursprünglich vorgesehenen Assistenten Matthias Kohler, fiel die Wahl schließlich auf Schumacher. Der erfahrene Trainer bringt eine UEFA-Pro-Lizenz mit und verfügt über eine breite Erfahrung in unterschiedlichsten Rollen. Vor seinem Engagement in Magdeburg, wo er von Sommer 2023 bis Herbst 2025 unter Christian Titz und Markus Fiedler arbeitete, sammelte er internationale Erfahrungen als Academy Head Coach beim US-Club St. Louis City SC. Zudem war er als Leiter Methodik beim VfB Stuttgart tätig.
„Wir sind glücklich darüber, dass uns Andreas Schumacher mit seiner Kompetenz, seiner Expertise und seiner Erfahrung in der 2. Bundesliga unterstützt. Er hat bereits in fast jedem Altersbereich und auf fast jedem Level in unterschiedlichsten Rollen gearbeitet“, äußerte Chefcoach Stefan Leitl zur Verpflichtung. Als Spieler war Schumacher unter anderem für den 1. FC Nürnberg und den SC Pfullendorf aktiv, wo er Teams oft als Kapitän führte.
Verletzungen und Transferlage
Beim Training am Sonntag in Kitzbühel mischte auch wieder Youngster Jelani Ndi mit. Der 18-jährige Flügelstürmer hatte das Training am Vortag wegen Knieproblemen abgebrochen. Nach einer kurzen Pause konnte er nun wieder voll mittrainieren. Auch Luca Schuler und Deyovaisio Zeefuik absolvierten den ersten Teil des Mannschaftstrainings. Die aktuelle Verletzung von Ndi wirft jedoch Fragen auf, da der Flügelspieler bereits im April 2025 einen Kreuzbandriss erlitten hatte.
Auf einen neuen Teamkollegen im Kader müssen die Hertha-Profis jedoch weiterhin warten. Der Verein hat bis zum 19. Juli noch keinen externen Spieler verpflichtet, obwohl bereits elf Abgänge zu verzeichnen sind. Der Druck auf Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber steigt, da die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist. Besonders die Torhüterposition bleibt nach dem Abgang von Tjark Ernst unbesetzt. Medienberichten zufolge sagte Torwart-Target Florian Kastenmeier dem Hauptstadt-Club ab. Der 28-jährige, der mit Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga abstieg, soll einen Wechsel ins Ausland bevorzugen.
Stefan Leitl hat in dieser schwierigen Phase bereits Paul Seguin und Josip Brekalo zu neuen Führungsspielern ernannt, um den Kader zu stabilisieren. Das Trainingslager in Kitzbühel läuft noch bis zum 26. Juli, in der Hoffnung, dass sich bis zum Saisonstart noch weitere Verstärkungen finden lassen.