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Brandenburger Bank legt starkes Geschäftsjahr 2025 offen und wählt neue Aufsichtsräte

Die Brandenburger Bank präsentierte im Industriemuseum ein starkes Geschäftsjahr 2025 und wählte sieben neue Aufsichtsratsmitglieder, darunter Dr. Matthias Zirke

Die Vertreterversammlung der Brandenburger Bank fand am Dienstagabend im historischen Industriemuseum Brandenburg an der Havel statt. Von den 304 stimmberechtigten Mitgliedern nahmen rund 200 Personen teil. Auf der Tagesordnung standen der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025, die Entlastung des Vorstands, die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder sowie Satzungsänderungen. Die Versammlung wurde von Aufsichtsratsvorsitzender Anke Meisner souverän geleitet.

Verlauf der Vertreterversammlung

Die Vorstände Frank Robby Wallis und Jens‑Uwe Oppenborn berichteten über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die strategische Ausrichtung der Bank. Sie betonten ein dynamisches Wachstum im Kreditgeschäft – im vergangenen Jahr lag das Kreditwachstum bei 4 % und die Bank strebt künftig ein Wachstum von 5 % an. Trotz steigender Kosten im IT‑ und Personalbereich sei ein solides Ergebnis zu erwarten. Ein Schwerpunkt der Rede war die Wertschätzung der Mitarbeitenden sowie die Modernisierung der Infrastruktur, insbesondere die Eröffnung einer neuen, technologisch fortschrittlichen Filiale im Stadtteil Nord.

Finanzlage und Ergebnis

Der Prüfungsbericht für das Geschäftsjahr 2025, erstellt vom Genoverband e.V., bestätigte eine robuste Entwicklung. Die Bilanzsumme sei im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % auf 950,9 Millionen Euro gestiegen. Die Ertragslage wurde als „erneut sehr gut“ und „deutlich überdurchschnittlich“ bewertet. Der Bericht hob zudem eine solide Eigenkapitalquote hervor, die die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen erfüllt und die Zahlungsfähigkeit der Bank jederzeit sichert.

Aufsichtsrat und Governance

Aufsichtsratsvorsitzende Anke Meisner berichtete über die enge Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand. Vier spezialisierte Ausschüsse befassen sich mit Kreditvergaben, internen Prüfungen, Personalfragen und Bauinvestitionen. Im Rahmen der Versammlung wurden neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt, sodass der Aufsichtsrat nun sieben Personen umfasst. Dr. Matthias Zirke wurde als neues Mitglied in den Rat berufen.

Neues Filialprojekt und Historie

Die im Dezember 2025 eröffnete Filiale im Stadtteil Nord befindet sich in der Freiherr‑von‑Thüngen‑Straße 13. Die Investitionskosten lagen bei über 1,5 Millionen Euro; die Filiale arbeitet nahezu autark, nutzt Photovoltaik‑Anlagen und Fernwärme und gilt als Modell für energieeffiziente Bankstandorte.

Die Brandenburger Bank Volksbank‑Raiffeisenbank eG blickt auf eine lange Historie zurück: Gegründet am 15. April 1930 als Brandenburger Spar‑ und Kreditbank eGmbH, erfolgten mehrere Fusionen, bevor 1991 die heutige Rechtsform entstand. Als Genossenschaftsbank nach dem Genossenschaftsgesetz (§ 32 GenG) ist sie Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und unterliegt der Aufsicht des BVR. Der Prüfungsbericht wurde vom Genoverband e.V. erstellt, einem Prüfungs‑ und Beratungsverband für Genossenschaften, der die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kapitalquote bestätigt hat.

Im Grußwort des Kämmerers Thomas Barz, Beigeordneter für das Finanzwesen der Stadt Brandenburg an der Havel, wurde der wirtschaftliche Erfolg der Bank gewürdigt. Gleichzeitig wies er auf die angespannte Finanzlage der Stadt hin: Das Industriemuseum, das den letzten erhaltenen Siemens‑Martin‑Ofen Westeuropas beherbergt und Teil der Europäischen Route der Industriekultur ist, verfügte 2025 nur über ein Jahresbudget von 190 000 Euro, wovon 80 000 Euro vom Land Brandenburg stammten. Barz forderte langfristige finanzielle Unterstützung, um das kulturelle Erbe und die Infrastruktur der Stadt zu sichern.