Brandenburg an der Havel realisiert 30 LEADER-Projekte
Brandenburg an der Havel hat in der vergangenen LEADER-Förderperiode 30 Projekte mit rund 6,15 Millionen Euro Gesamtvolumen erfolgreich umgesetzt und damit im Landkreis Potsdam-Mittelmark den höchsten Anteil an realisierten Vorhaben erreicht
Bilanz der Förderperiode
Die Stadt Brandenburg an der Havel zieht eine äußerst positive Bilanz zur soeben abgeschlossenen LEADER-Förderperiode. Insgesamt 30 Projekte in den Ortsteilen wurden erfolgreich realisiert und im Jahr 2025 abgerechnet. Diese Vorhaben lösten Investitionen in Höhe von rund 6,15 Millionen Euro aus, wovon etwa 2,93 Millionen Euro als direkte Fördersumme aus dem EU-Programm flossen. Besonders hervorzuheben ist die Verteilung der Träger: 19 der Maßnahmen waren in privater Hand, während 11 von der Kommune selbst initiiert und durchgeführt wurden. Damit erreichte Brandenburg an der Havel im gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark den höchsten Anteil an umgesetzten LEADER-Projekten.
Auf die städtische Ebene allein entfielen dabei Fördermittel in Höhe von rund 1,52 Millionen Euro bei Gesamtkosten von circa 2,54 Millionen Euro. Begleitet und entwickelt wurden diese vielfältigen Maßnahmen vom Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz. Ein besonderer Dank gilt dabei insbesondere der Projektbegleitung durch Frau Philipp-Plagemann, die den Prozess maßgeblich vorangetrieben hat.
Vielfältige Verbesserungen im ländlichen Raum
Die geförderten Vorhaben decken ein breites Spektrum ab und reichen von der Sanierung historischer Kirchen und Gemeinschaftseinrichtungen bis hin zum Ausbau von Geh- und Radwegen. Auch die Entwicklung touristischer Angebote sowie regionale Gastronomie- und Kulturprojekte standen im Fokus. Zu den konkreten Beispielen zählen die neu eröffneten Hofcafés in Kirchmöser und Wust sowie die umfassende Sanierung von Kirche und Friedhof in Göttin.
Besonders für die Bürger vor Ort spürbar wurden die Investitionen im Bereich der Barrierefreiheit und der Infrastruktur. Im Dorfgemeinschaftshaus Wust wurden Umbauten vorgenommen, um das Angebot für alle Generationen zugänglicher zu machen. Touristisch attraktive Ankerpunkte wie der Schlosspark Gollwitz wurden ebenso instand gesetzt wie der Beetzsee-Havel-Radweg. Aber auch die fußläufige Erschließung wurde verbessert: So entstanden erneuerte Gehwege in Schmerzke sowie ein neuer Teilabschnitt des Zaucheradweges.
„Die Vielzahl der erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zeigt, wie engagiert die Ortsteile, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Stadt die Entwicklung des ländlichen Raums vorangebracht haben“, so Bürgermeister Michael Müller. Der seit dem 1. August 2020 amtierende Bürgermeister, Jahrgang 1979 und gebürtiger Neuruppiner, betont dabei stets die Wichtigkeit der lokalen Identität. Vor seinem Amtsantritt war er unter anderem als Leiter der Abteilung Städtebau in Heidelberg tätig und brachte umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Stadtplanung, Bauen und Umwelt mit.
Blick in die Zukunft
LEADER, was für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ steht, ist ein Regionalentwicklungsprogramm der Europäischen Union. Es stellt Menschen im ländlichen Raum Mittel bereit, um ihre Heimat aktiv mitzugestalten, die Lebensqualität zu verbessern und regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Die nun abgerechnete Periode deckte die Jahre 2014 bis 2020 ab.
Die Arbeit ruht jedoch nicht: Die neue Förderperiode 2021–2027 läuft bereits auf vollen Touren. Weitere Projekte zur Entwicklung der Ortsteile sind über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Fläming Havel möglich. Das fünfte Auswahlverfahren der LAG hat bereits begonnen und sieht einen Stichtag für Einreichungen am 13. März 2026 vor. Damit steht der Stadt und ihren Ortsteilen weiterhin ein wichtiges Instrument zur Verfügung, um die regionale Entwicklung dynamisch voranzutreiben.