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ASC Brandenburg 03 verpasst Aufstieg in 2. Wasserball‑Bundesliga in Nürnberg

Der ASC Brandenburg 03 verpasste beim Aufstiegsturnier in Nürnberg den Sprung in die 2. Wasserball‑Bundesliga, obwohl das Team 2003 gegründet ist und rund 460 Mitglieder zählt

Foto: auf Unsplash

Der ASC Brandenburg 03 reiste am vergangenen Wochenende voller Hoffnungen nach Nürnberg, um beim Aufstiegsturnier den Sprung in die 2. Wasserball‑Bundesliga zu schaffen. Nach einem überzeugenden Auftakt gegen den SV Blau‑Weiß Bochum, den das Team mit 16:11 gewann, folgte jedoch ein wechselhaftes Turnier, das den Traum vom Aufstieg schließlich zerschlug.

Turnierverlauf

Im ersten Spiel zeigte die Brandenburger Mannschaft ab dem zweiten Viertel immer mehr ihr gewohntes Spielniveau. Die Stärken, die sie bereits die gesamte Saison über auszeichneten, kamen zum Vorschein und das Team setzte die Vorgaben des Trainerteams konsequent um. Der Sieg gegen Bochum war damit das beste Ergebnis des Wochenendes.

Im zweiten Aufeinandertreffen traf der ASC auf den späteren Turniersieger SV Poseidon Hamburg. Die Hamburger präsentierten sich in starker Form und setzten dem ASC mit einem deutlichen 19:9 klaren Ergebnis entgegen. Ungenaue Pässe, eine schwächere Defensive und ein insgesamt geringeres Leistungsvermögen verhinderten, dass die Brandenburger ihr gewohntes Niveau abrufen konnten.

Der dritte Spieltag brachte das Duell gegen den SV Würzburg 05. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse hätte bereits eine Niederlage mit vier Toren Differenz ausgereicht, um im letzten Spiel gegen den Gastgeber Nürnberg noch den zweiten Aufstiegsplatz zu erreichen. Stattdessen musste die Mannschaft eine deutliche 13:25‑Niederlage hinnehmen, wodurch der Aufstieg endgültig aus den Händen glitt.

Im abschließenden Spiel gegen den Gastgeber Nürnberg war die Enttäuschung spürbar. Nach dem verpassten Aufstieg fehlte die nötige Energie, und das Team verlor mit 13:15. Trotz der Niederlage nutzten Trainer und Spieler das Spiel, um jüngeren Athleten weitere Erfahrung auf diesem Niveau zu ermöglichen.

Ergebnisse und Konsequenzen

Am Ende des Turniers qualifizierten sich die beiden besten Teams, SV Poseidon Hamburg und SV Blau‑Weiß Bochum, für die 2. Wasserball‑Bundesliga. Der ASC Brandenburg 03 muss nun die gescheiterte Aufstiegskampagne analysieren und die Lehren daraus für die kommende Saison ziehen.

Trainerteam und Spielermeinungen

Trainer Christopher Bott zeigte sich nach dem Turnier enttäuscht: „Das Spiel gegen Bochum hat gezeigt, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. Leider ist es uns danach nicht mehr gelungen, unser Leistungsvermögen konstant abzurufen. Das tut weh, aber solche Erfahrungen gehören zur Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu.“

Co‑Trainer Markus Behrendt wies auf die mentale Belastung hin: „Vielleicht wollten wir zu viel. Es sollte unbedingt klappen. Aber die Truppe ist jung und hat Potenzial – das hat sie die gesamte Saison über mehrfach bewiesen.“

Kapitän Gabriel Satanovsky fasste das Turnier für die Mannschaft zusammen: „Leider haben wir nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft. Gegen Bochum haben wir ein sehr starkes Spiel gezeigt, in den folgenden Partien konnten wir dieses Niveau aber nicht mehr erreichen. Trotzdem nehmen wir viele wichtige Erfahrungen mit.“

Trainer Christopher Bott leitet das ASC‑Trainerteam bereits seit 2015 und steht damit für Kontinuität und langfristige Entwicklung.

Hintergrund des ASC Brandenburg 03

Der ASC Brandenburg 03 wurde im Frühjahr 2003 gegründet und zählt heute rund 460 Mitglieder (Stand 2026). Die Mannschaft spielt in der 2. Wasserball‑Liga Ost, der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Wasserball. In den vergangenen Jahren hat der Verein kontinuierlich um den Aufstieg in die 2. Bundesliga gekämpft und dabei ein junges, talentiertes Kader aufgebaut.

Aufstiegssystem und Gegner im Überblick

Nach den Regelungen der Wasserball‑Bundesliga qualifizieren sich die beiden besten Teams eines Aufstiegsturniers für die 2. Bundesliga. Das Turnier 2026 fand vom 26.‑28. Juni im Clubbad Valznerweiherstraße und im Langwasserbad in Nürnberg statt.

SV Poseidon Hamburg, das 1948 aus dem Zusammenschluss der Vereine Sanitätsschwimmverein Eimsbüttel, Ottensener Schwimmverein und Altonaer Schwimmverein entstand, verfügt über langjährige Erfahrung in der 1. Bundesliga und brachte diese Stärke in das Turnier ein.

SV Würzburg 05, 1905 gegründet, feierte in den 1970er‑Jahren mehrere nationale Titel und kehrte 2019 unter dem Trainerteam Försch/Urkiaga in die 1. Bundesliga zurück. Beide Gegner stellten für den ASC eine erhebliche sportliche Herausforderung dar.

Die beiden Nürnberger Spielstätten, das Clubbad Valznerweiherstraße und das Langwasserbad, boten den Rahmen für ein intensives Turnier, das den ASC Brandenburg 03 wichtige Impulse für die weitere Entwicklung liefert.