A2 zwischen Ziesar und Wollin wegen Hitze voll gesperrt, 16 Autos beschädigt
Die Autobahn A2 ist zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Berlin aufgrund schwerer Hitzeschäden voll gesperrt. An der Schadstelle nahe der Anschlussstelle Wollin sind bereits 16 Fahrzeuge durch aufgeplatzten Asphalt oder herumfliegende Brocken beschädigt worden. Die zuständige Autobahnmeisterei Potsdam-Mittelmark koordiniert die Bergungsarbeiten, während der Verkehr über die Landesstraßen B102 und B246 umgeleitet wird. Solche Fahrbahnschäden entstehen bei extremen Temperaturen, wenn der weiche Asphalt unter der Last des Schwerlastverkehrs aufplatzt.
Die A2 ist zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Berlin derzeit voll gesperrt. Der Grund für die massive Verkehrsbehinderung sind weitere hitzebedingte Straßenschäden, bei denen es sich nach ersten Informationen um mehrere große Löcher im Fahrbahnbereich handelt. Die Schadstelle befindet sich nahe der Anschlussstelle Wollin, wo bereits mehrere beschädigte Fahrzeuge am Straßenrand stehen.
Update 20.30 Uhr: Die Zahl der betroffenen Autos ist mittlerweile auf 16 gestiegen. Die Fahrzeuge wurden zum Teil beschädigt, weil sie über die aufgeplatzte Straße fuhren oder von herumfliegenden Brocken getroffen wurden. Solche Schäden sind bei extremen Temperaturen keine Seltenheit, da der Asphalt bei Hitze weich wird und durch die Last schwerer LKW aufplatzen kann, wie die Landespolizeidirektion Brandenburg im Kontext solcher Hitzewellen erläutert. Die zuständige Autobahnmeisterei Potsdam-Mittelmark koordiniert nun die Sperrung und die Bergungsarbeiten.
Verkehrslage und Umleitung
Der Verkehr wird in Wollin von der Autobahn abgeleitet. Die Umleitung erfolgt über die Anschlussstelle auf die Landesstraßen B102 und B246. Aufgrund der exponierten Lage der flachen Landschaft und der hohen Verkehrsdichte kommt es auf diesen Nebenstraßen zu erheblichen Staus. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark informiert über die aktuelle Verkehrslage in der Region.
Hintergrund der Schäden
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Hitzeschäden ein, die in Brandenburg in den letzten Tagen aufgetreten sind. Bereits am 25. Juni sorgte eine akute Hitzesperrung bei Burg für Verkehrschaos, wie auf der Webseite der Autobahn nachzulesen ist. Bei Temperaturen über 30 bis 35 Grad Celsius kann der Asphalt so stark erweichen, dass er unter der Belastung durch den Schwerverkehr aufplatzt oder Risse bildet. Diese physikalischen Bedingungen führen zu plötzlichen Fahrbahnlöchern, die für den Straßenverkehr eine erhebliche Gefahr darstellen.
Die Vollsperrung bleibt in der Regel bestehen, bis die Fahrbahndecke notdürftig geflickt oder der beschädigte Bereich vollständig ausgetauscht ist. Da die Reparaturarbeiten oft mehrere Stunden bis Tage dauern können, sind Autofahrer auf Geduld angewiesen. Betroffene Fahrer sollten ihre Versicherungen kontaktieren, falls Schäden durch aufsteigende Asphaltbrocken oder das Überfahren von Löchern entstanden sind, da hier die Haftungsfrage im Einzelfall geklärt werden muss.