62-Jähriger flieht nach Unfall in Haldensleben mit 2,30 Promille Alkohol

Ein 62-Jähriger hat in Haldensleben nach einem Unfall mit einem Radfahrer und einem geparkten Auto die Flucht ergriffen, wobei bei der späteren Kontrolle ein Alkoholwert von 2,30 Promille festgestellt wurde

Symbolfoto · Foto: Zoe Askew / Unsplash

Ein 62-jähriger Autofahrer hat in Haldensleben einen schweren Verkehrsunfall verursacht und ist daraufhin von der Unfallstelle geflohen. Der Mann, der einen Opel Astra lenkte, fuhr am Montagmorgen, dem 6. Juli 2026, gegen 9 Uhr auf der Kolonie in Richtung Hagenstraße. Beim Versuch, rechts in Richtung Bahnübergang abzubiegen, geriet er auf die Gegenfahrbahn.

Dabei entstand eine akute Gefahrenlage für einen entgegenkommenden Radfahrer. Der 35-Jährige konnte einen Zusammenstoß nur durch eine sofortige Vollbremsung verhindern. Kurz darauf prallte der Opel gegen ein geparktes Fahrzeug. Anstatt die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu rufen, setzte der 62-Jährige seine Fahrt fort und verließ den Ort unerlaubt. Zeugen hatten das Geschehen beobachtet und die Polizei informiert.

Polizei stellt Fahrer mit hohem Alkoholwert

Die Beamten waren schnell vor Ort und entdeckten kurze Zeit später im Stadtgebiet einen Opel mit frischen Frontschäden. Bei der Kontrolle des Fahrers stellten sie sofort Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen erschreckenden Wert von 2,30 Promille.

Aufgrund des hohen Alkoholwerts und des Gesundheitszustands des Mannes wurde ein Rettungswagen angefordert. Der Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo eine Blutprobe zur weiteren Sicherung der Beweise entnommen wurde. Zudem sicherten die Polizeibeamten den Führerschein des 62-Jährigen.

Zwei Straftatbestände im Fokus der Ermittlungen

Gegen den Mann hat die Polizei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der 62-Jährige muss sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.

Ein Alkoholwert von über 1,6 Promille gilt in Deutschland als absolute Fahruntüchtigkeit. In solchen Fällen drohen nicht nur eine Geld- oder Freiheitsstrafe, sondern regelmäßig auch der Entzug der Fahrerlaubnis und ein Fahrverbot. Die rechtlichen Konsequenzen sind bei einem Wert von 2,30 Promille entsprechend schwerwiegend. Die Polizei in Haldensleben ermittelt weiter.

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